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Ratgeber

Stammbaum-Vorlage: kostenlos, einfach und für 3–5 Generationen

Ob zum Ausdrucken oder digital: So sieht eine gute Stammbaum-Vorlage aus – und so füllt ihr sie aus, ohne den Überblick zu verlieren.

Eine gute Stammbaum-Vorlage nimmt euch die schwierigste Arbeit ab: die Frage, wo wer hingehört. Hier erfahrt ihr, wie eine Vorlage aufgebaut sein sollte, welche Form zu eurer Familie passt und wie ihr sie Schritt für Schritt ausfüllt.

Welche Form passt zu euch?

**Ahnentafel (von euch aus nach oben).** Ihr steht unten, darüber eure Eltern, darüber vier Großeltern, dann acht Urgroßeltern. Die Ahnentafel ist übersichtlich und ideal für den Anfang, weil sie mit jeder Generation genau doppelt so viele Felder hat.

**Nachfahrentafel (von einem Paar aus nach unten).** Ganz oben stehen zum Beispiel die Urgroßeltern, darunter alle Kinder, Enkel und Urenkel. Diese Form zeigt die ganze heutige Verwandtschaft – perfekt für ein Familientreffen.

**Familienstammbaum (gemischt).** Großeltern, deren Kinder samt Partnern und die Enkel. So sieht der „klassische“ Stammbaum aus, den viele aus dem Wohnzimmer der Großeltern kennen.

Für den Einstieg empfehlen wir eine Ahnentafel über drei bis vier Generationen. Sie passt auf ein DIN-A4-Blatt im Querformat.

So ist eine gute Vorlage aufgebaut

Ein Kästchen pro Person sollte mindestens fünf Zeilen haben. Wer weniger Platz lässt, schreibt am Ende zu klein – und kann den Stammbaum selbst nicht mehr lesen.

Schritt für Schritt ausfüllen

  1. **Mit Bleistift beginnen.** Erst wenn eine Angabe sicher ist, wird sie mit Kugelschreiber nachgezogen.
  2. **Bei euch selbst anfangen**, dann Eltern, dann Großeltern. Was ihr sicher wisst, steht zuerst.
  3. **Lücken markieren, nicht raten.** Ein Fragezeichen ist ehrlicher als ein ausgedachtes Datum.
  4. **Ältere Verwandte fragen.** Mit der ausgedruckten Vorlage in der Hand kommen Oma und Opa leichter ins Erzählen.
  5. **Quellen notieren.** Woher stammt die Angabe? „Familienbibel“, „Opa erzählt“, „Standesamt“ – später seid ihr froh darüber.

Papier oder digital?

Eine gedruckte Vorlage ist schön zum Aufhängen und ein wunderbares Geschenk. Sie hat aber Grenzen: Jede neue Person, jede Korrektur und jedes neue Baby bedeutet Radieren oder Neuzeichnen. Und nur wer vor dem Blatt steht, kann mitmachen.

Ein digitaler Stammbaum wächst mit. Geschwister können ihre Familien selbst eintragen, Fotos und Geschichten hängen direkt an der Person, und niemand muss den Überblick allein behalten. Viele Familien machen beides: digital sammeln, zu Weihnachten eine schöne Fassung ausdrucken.

Drei typische Stolpersteine

**Zweite Ehen und Patchwork.** Zeichnet eine eigene waagerechte Linie für jede Partnerschaft und hängt die Kinder an die richtige Linie. Vorlagen mit festen Paarfeldern stoßen hier schnell an Grenzen.

**Gleiche Namen.** Wenn drei Generationen „Heinrich“ heißen, helfen Geburtsjahre direkt hinter dem Namen: Heinrich (1921), Heinrich (1950).

**Zu viel auf einmal.** Wer gleich fünf Generationen mit allen Geschwistern zeichnen will, verliert schnell die Lust. Lieber mit drei Generationen fertig werden und dann erweitern.

Wie lange dauert das?

Für drei Generationen, die ihr größtenteils kennt, braucht ihr etwa eine Stunde. Die vierte Generation dauert länger, weil ihr meist nachfragen oder in Unterlagen suchen müsst. Plant dafür ein paar Wochen ein – und nutzt den nächsten Familienbesuch.

Häufige Fragen

**Wie viele Generationen passen auf ein A4-Blatt?** Vier Generationen als Ahnentafel passen gut, also ihr selbst bis zu den Urgroßeltern (15 Personen). Für fünf Generationen braucht ihr DIN A3.

**Gehören Stiefeltern und Adoptivkinder in den Stammbaum?** Ja. Ein Stammbaum soll eure Familie zeigen, wie sie ist. Kennzeichnet die Beziehung, wenn ihr möchtet, mit einer gestrichelten Linie.

**Wo finde ich Angaben über meine Urgroßeltern?** Zuerst in der Familie: alte Stammbücher, Briefe, Fotos mit Notizen auf der Rückseite. Danach helfen Standesämter und Kirchenbücher weiter.

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